Portugal: Adventistische Kirchengemeinden und ADRA mobilisieren Hilfe nach Orkan Kristin
Der Orkan Kristin ließ in Portugal nicht nur Bäume umstürzen, sondern zerstörte auch zahlreiche Gebäude.
© Foto: Notícias IASD Portugal

9. Feb. 2026 10:18APDLisboa, Lisbon, Portugal

Portugal: Adventistische Kirchengemeinden und ADRA mobilisieren Hilfe nach Orkan Kristin

Nach dem Sturm Kristin, der am 28. Januar mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über das portugiesische Festland hinwegfegte, haben Behörden, Kirchengemeinden und humanitäre Organisationen, darunter ADRA, koordinierte Hilfsmaßnahmen gestartet.

Trotz weitreichender Zerstörungen und Stromausfällen sind die örtlichen Kirchengemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten in der Umgebung der stark betroffenen portugiesischen Stadt Leira schnell von der Notfallhilfe zu aktiven Wiederaufbaumaßnahmen und seelsorgerlicher Unterstützung übergegangen. Dies berichteten die Kommunikationsabteilungen der adventistischen Kirche in Portugal und der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten für Süd- und Mitteleuropa (Intereuropäische Division).

Widerstandsfähigkeit trotz infrastruktureller Herausforderungen

Am Samstag, 31. Januar, hielten die adventistischen Gemeinden in Gândara dos Oliveirais, Leiria und São Jorge besondere Gottesdienste ab, in denen Dankbarkeit und Solidarität in der Gemeinde im Mittelpunkt standen. Bemerkenswert ist, dass die SDA-Kirche in Gândara dos Oliveirais ihre Versammlung ohne Strom und Mobilfunknetz abhielt und damit die Widerstandsfähigkeit der örtlichen Mitglieder nach dem stärksten klimatischen Ereignis der letzten Jahre in Portugal unterstrich.

In Leiria boten die Gottesdienste den Betroffenen eine Plattform, um ihre Erfahrungen mit den Auswirkungen des Orkans zu teilen. Viele Kirchenmitglieder und Besucher berichteten von den schweren Unwetterereignissen in den frühen Morgenstunden des 28. Januar und sagten, dass der Glaube ihnen in diesen schweren Zeiten eine Hilfe sei.

Humanitäre Hilfe und das Engagement von ADRA

Carmen Maciel, Geschäftsführerin der Hilfsorganisation ADRA Portugal, besuchte die betroffenen Ortschaften, um das Engagement der Hilfsorganisation für langfristige Hilfe zu bekräftigen. ADRA hat offiziell eine landesweite Kampagne gestartet, um lebensnotwendige Güter und Gelder zu sammeln, die speziell für die Unterstützung der Bevölkerung von Leiria und anderen schwer betroffenen Regionen bestimmt sind. Diese Unterstützung soll Familien helfen, die ihre Häuser verlassen mussten oder deren Häuser schwer beschädigt wurden.

Groß angelegte Mobilisierung von Freiwilligen

Die Wiederaufbaumaßnahmen wurden durch die Ankunft von rund 100 jugendlichen Freiwilligen aus dem ganzen Land weiter verstärkt. Diese Freiwilligen trafen sich im städtischen Stadion von Leiria und koordinierten gemeinsam mit Vertretern der Stadt die Beseitigung von Trümmern und die logistische Unterstützung.

Teams aus Jugendlichen und Erwachsenen arbeiteten daran, Trümmer und umgestürzte Bäume zu beseitigen, Baumaterialien wie Dachziegel in die betroffenen Stadtteile zu transportieren und erfahrene Bauunternehmer bei der Notfallreparatur von Dächern gefährdeter Haushalte zu unterstützen.

Nationale Auswirkungen und wirtschaftliche Folgen

Der Orkan Kristin hat in Portugal verheerende Spuren hinterlassen. Offizielle Berichte bestätigen 10 Todesfälle, die direkt oder indirekt mit dem Sturm in Verbindung stehen, sowie Dutzende Verletzte. Wirtschaftsanalysten schätzen den materiellen Gesamtschaden auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro.

Über ADRA

Die Hilfsorganisation ADRA wurde 1956 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Portugal ist Teil des internationalen ADRA-Netzwerks, das aus 119 eigenständigen nationalen Büros mit insgesamt rund 7.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden, die weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführen. ADRA ist die Abkürzung für Adventist Development and Relief Agency. Internet: www.adra.org; www.adra.eu

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